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Die Poesie des Wandels - und wie sie entsteht

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«Ich halte die Poesie des Wandels fest. Das Licht ist meine Sprache, mit der ich die Poesie erzähle. Ohne Licht wäre das Porzellan stumm und Licht nur Dekoration. Ich «schreibe» Chronicles (Chroniken), erzähle von der Zeit. Und Zeit ist Wandel – festgehalten in edlem Porzellan.»
Hinter Porcelain Chronicles steht die künstlerische Vision, das Flüchtige im Beständigen festzuhalten. Mein zentrales Thema ist die Poesie des Wandels, die ich durch das Medium Licht im Porzellan erfahrbar mache. Ich nutze die einzigartige Transluzenz dieses Materials, um die Schwellen zwischen dem Greifbaren und dem Immateriellen auszuloten – dort, wo Materie zu glühen beginnt und Momente des Werdens und Vergehens für einen Augenblick verweilen.
Mein Medium ist das Porzellan – die ‚Königsdisziplin‘ der Keramik. In der Interaktion mit Licht zeigt Porzellan seine wahre Magie: Es lässt die Photonen tief in seine mineralische Struktur eindringen, bevor es sie als weiches, diffuses Glühen wieder freigibt. Ich versuche diese einzigartige Transluzenz als raumfüllendes Glühen erfahrbar zu machen -im ewigen Spiel von Licht, Farbe und Schatten.
Hochgebrannt wird Porzellan zu einem der härtesten Materialien, doch in der hauchdünnen Transluzenz bleibt es fragil. Dieses Material, schlägt eine Brücke zwischen dem Greifbaren und dem Immateriellen und Flüchtigen. Meine Objekte dienen als «Lichte-Archive» des Augenblicks. 
Porzellan ist Ton-Erde; stabil und «geerdet» wirken daher auch meine dickwandigeren Solitäre. Glasuren und Glas fliessen über die grossformatigen Objekte als haptische Einladung die Oberflächen zu erfahren. Intensiv reflektiert das Sonnenlicht die Farben, Strukturen, Tropfen und feinen Risse und erinnert an Prozesse der Veränderung, denn Geschichte(n) brauchen Licht, um gelesen zu werden. 


Meine Formensprache ist organisch; ich suche nach Formen, die das Momenthafte natürlicher Prozesse einfangen, Formen die vom Werden und Vergehen erzählen. Wie Chronisten verewigen meine Porzellan-Objekte in Falten, Oberflächen oder Glasurtropfen spezielle Momente des Seins. Meine akademische Prägung als Historikerin verschmolz über die Jahre mit der keramischen Praxis: meine Skulpturen und Installationen suchen das Bleibende im Flüchtigen, ehren das Archaisch-Vergangene im hier und jetzt. 
Die Entstehung eines jeden Werkes ist geprägt von einer hohen Komplexität, bei der ich die physikalisch-chemischen Grenzen von Porzellan, Paperclay, Glasur und Mixed Media experimentell auslote. Die endgültige Transformation findet im Brennprozess bei Temperaturen bis zu 1280 °C statt. Hier entsteht jene Seele, die erst durch den kontrollierten Zufall entsteht, und den Betrachter zu berühren vermag. Es ist eine Suche nach Perfektion, die das Unerwartete willkommen heisst, wobei Intuition auf fünfzehn Jahre Erfahrung als Autodidaktin trifft. Aus dem klassischen Keramikhandwerk weiss ich «Porzellan verzeiht keine Eile». Desshalb gehören Freude am Experiment, Geduld und bewusster Ausschuss fest zu meinem künstlerischen Werdegang. Nach einer mehrjährigen Phase des privaten Experimentierens und der Materialforschung, habe ich mich 2023 bewusst dazu entschieden, diesen Dialog nach aussen zu tragen. 
Jedes Werk ist eine Geschichte über das Wagnis und die Entdeckung und ein Kapitel einer fortlaufenden Chronik - Porcelain Chronicles.
Ich lade Sie ein, diese Magie vor Ort im Dialog mit den Kunstobjekten zu erleben oder gemeinsam mit mir eine Vision zu entwickeln, die exklusiv für Ihren Kontext kuratiert wird.

Ressourcen-Ästhetik
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Ressourcen-Ästhetik bedeutet für mich, die Energie des Feuers und die Kostbarkeit des Porzellans wertzuschätzen. Jeder Rest, jede Scherbe und jede Glasur-Charge ist ein Versprechen auf eine neue Geschichte der Chronicles. 

Der Betrieb meiner keramischen Brennöfen erfolgt mit Ökostrom und Gas, wobei ich die Ofenkapazitäten durch präzises Setzen meiner Werke so effizient wie möglich nutze. Ich verwende seit Jahren bewährte, hochwertige Tone aus England – für mich eine bewusste Entscheidung für konstante Qualität und Substanz. Porzellanreste aus dem Formprozess werden sorgsam aufbereitet und als Schlicker für meine filigransten Arbeiten wiederverwendet. 

Meine Glasurlandschaften entstehen aus eigenen Rezepturen sowie Glasuren der Zürcher Manufaktur ROK, die nur wenige Kilometer von meinem Atelier entfernt liegt. Ein faszinierender Teil meiner Arbeit ist die künstlerische Transformation von "Glaze Waste" - ich übernehme zur Entsorgung vorgesehene Glasur-Chargen, überarbeite sie und schenke ihnen eine neue, brillante Bestimmung. 
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Sollte ein Objekt im Prozess oder im Gebrauch Schaden nehmen, folge ich der altjapanischen Tradition des Kintsugi. Hierbei werden Brüche nicht kaschiert, sondern mit Lack und Goldstaub veredelt. Diese Narben werden zum Teil der Identität des Werkes. Ganz im Sinne von Porcelain Chronicles bleibt Wandel dokumentiert, die Episode des Brechens und erneut Ganzwerdens in Gold festgehalten. 

Einblick in die Formensprache
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Material & Philosophie
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Porzellan
Die „Königsdisziplin“ der Keramik. Ein anspruchsvolles, mineralisches Edelmaterial, das durch Reinheit und Festigkeit besticht. In meiner Arbeit dient es als Medium, um das Immaterielle – das Licht – greifbar zu machen.
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Transluzenz   
Es ist das verborgene Leuchten des Porzellans. Wenn das Material bis an seine Grenzen dünn geformt wird, verliert es seine Schwere und beginnt, Licht aufzusaugen und sanft wieder abzugeben. Diese Lichtdurchlässigkeit ist für mich der Moment, in dem Materie zur Lichtskulptur wird.
Skulptur   

Ein Werk, das den Raum nicht nur besetzt, sondern ihn definiert. Meine Skulpturen lösen die Grenze zwischen reiner Ästhetik und subtiler Funktion auf – sie sind haptische Präsenzen, die eine Geschichte erzählen.
Solitär   
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Ein Solitär ist ein Objekt der Stille und der Konzentration. Wie ein geschliffener Edelstein beansprucht es den Raum für sich allein. In meiner Arbeit sind dies Einzelstücke, die durch ihre Textur und Statur eine eigene Mitte bilden und als unverwechselbare Akzente eine skulpturale Ruhe ausstrahlen.
Freie Form   
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Die Natur kennt kein Lineal. Meine freien Formen orientieren sich an organischen Prozessen und dem ewigen Wandel.  Diese Abkehr von industriellen Normen erlaubt es dem Material, seine eigene Dynamik zu entfalten, und macht jedes Stück zu einem haptischen Erlebnis jenseits der Symmetrie.
Zufall   
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Die Poesie des Unvorhersehbaren. Sie beschreibt jenen schöpferischen Moment, in dem technische Meisterschaft der Seele des Materials den Vortritt lässt. So entstehen Unikate, die sich nicht erzwingen lassen – ein Kernelement der Porcelain Chronicles.
Wabi-Sabi   

Wabi-Sabi ist eine traditionelle japanische Ästhetik, die die Schönheit im Unvollkommenen, Vergänglichen und dem natürlichen Zyklus von Werden und Vergehen findet. Anstatt nach einer makellosen Perfektion zu streben, feiert dieses Konzept die Authentizität. Es schätzt verwitterte Texturen, Asymmetrie und die bescheidene Eleganz von Objekten, die die Spuren der Herstellung und der Zeit in sich tragen.
Kintsugi
Die altjapanische Kunst, Brüche mit Gold zu heilen. Anstatt Makel zu verbergen, werden sie als wertvoller Teil der Lebensgeschichte eines Objekts zelebriert. Es ist die Vollendung der Schönheit durch die Akzeptanz des Unperfekten.
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Die Edition: Lichtobjekte
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Astris
(von lat. astrum – Stern/Gestirn) Filigrane mehrteilige Lichtkörper, die wie ferne Konstellationen eine sphärische Ruhe in den Raum tragen. Hängende Installation. 
Fuocola   
(abgeleitet von ital. fuoco – Feuer) Kleinere, stehende Lichtojekte, die die Wärme und das lebendige Flackern einer Glut einfangen und in sanfter Transluzenz leuchten als Hommage an Naturphänomene. 
Mareo   

(inspiriert durch mare – das Meer) Grössere, stehende Lichtskulpturen, welche die Geheimnisse des Ozeans in Porzellan bannen. Korallen- und muschelartige Texturen erinnern an die Tiefe des Ozeans.
Gemmali   
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(von ital. gemma – Edelstein) Bodennahe Lichtskulptur als Solitär oder Gesamtkomposition im Innen- oder Aussenraum. Ein verheissungsvolles Glimmen wie ein geheimnisvoller Edelstein bestimmt den Raum. 
Lumago   
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(eine Symbiose aus lumen – Licht und imago – Bild/Gestalt) Wand- und Lichtobjekte, die als leuchtende Visionen die Wand in eine Leinwand aus Transluzenz und Emotion verwandeln.
Talismane   
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Persönliche Schutz- und Glücksbringer aus Porzellan, die als tägliche Begleiter eine spirituelle Verbindung zur Materie schaffen.
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Die Edition: Möbel & Objekte
Gambalo
(kombiniert Bein und Stütze) Als skulpturale Solitäre nutzen diese Tischbeine den Boden als Bühne. Unter einer gläsernen Tischplatte werden sie zum ausdrucksstarken Zentrum jedes Salontisches.
Sedessi
(von Ital. sedersi – sich setzen) Solitäre Skulpturen mit raumgreifender Präsenz, die gleichermaßen als künstlerisches Statement wie als vielseitige Sitzgelegenheit konzipiert sind.
Yorokobi
(Japanisch für "Freude") Objekte des täglichen Gebrauchs, die Ästhetik mit Nutzen verbinden und den Alltag um kleine Glücksmomente bereichern.
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Porcelain Chronicles
Studio Andrea Heckman
Schachenstrasse 123
CH-8906 Bonstetten
Switzerland

+41 (0)76 712 80 98
info@porcelain-chronicles.com
www.porcelain-chronicles.com 
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